Jeder hat diese Momente, diese dunklen Momente der Verzweiflung. Der Dunkelheit und Ausweglosigkeit. Gefüllt von Angst: Der Angst sich seinen Problemen zu stellen und ihnen ins Gesicht zu sehen, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen und zu merken, was man eigentlich falsch macht oder was einfach nur falsch läuft. Weil das bedeuten könnte, dass man einsehen müsste, dass manche Personen einem doch nicht so gut tun, wie man glauben will oder dass andere gar nicht so gute Freunde sind, wie sie zu sein schein. Und dann kommen diese Momente. Momente in denen einem schlagartig etwas klar wird und die Gewissheit einhält. Doch vor der Wahrheit graut es uns so sehr, dass wir sie schnell wieder verdrängen. Und auch erfolgreich vergessen, zumindest für eine Weile. Ob das auf Dauer gut geht? Sicher nicht, aber manchmal darf man so schwach sein, wenn man einfach nicht in der Lage ist stark zu sein um zu sehen, wie es wirklich ist.
Doch man darf nie vergessen, dass auf diese Momente (egal ob sie nun zu der Einsicht führen oder einfach nur zum weiteren Verdrängen) auch schöne Momente wieder folgen. Denn wo Schatten ist, ist auch Licht und andersherum. Das Leben hat viele Facetten. Man darf sich nur nicht in einer verlieren. Man muss nach diesen Momenten aufstehen, die Tränen abwischen, lächeln und stark in die Welt hinaus laufen. Und wer weiß, vielleicht ist es auch gar nicht so, wie es in der Dunkelheit scheint? Und vielmehr ein paradoxes Bild der Verzweiflung. Vielleicht ist in Wahrheit doch alles wunderschön.

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